Vorträge

Herzliche Einladung zu unserer Vortragsreihe: Musikwissen um fünf nach fünf

Einmal pro Monat, montags um 17.05 Uhr im Bildungszentrum Hospitalhof, Büchsenstraße 33, Stuttgart-Mitte.

Herbst 2025 – Frühjahr 2026

Musik der „goldenen“ zwanziger Jahre

Die 1920er Jahre sind eine Zeit der Extreme und Gegensätze: geprägt von großen sozialen Unterschieden, Unsicherheit und Angst auf der einen Seite und wirtschaftlichem Aufschwung, vielfältigen kulturellen Entwicklungen, Glanz, Glamour und Unterhaltung auf der anderen.

In kaum einem anderen Jahrzehnt sind stilistische Vielfalt und künstlerische Experimentierfreude so groß wie in den „goldenen“ Zwanzigern: Innerhalb weniger Jahre werden so unterschiedliche Bühnenwerke wie Alban Bergs Wozzeck, Giacomo Puccinis Turandot, Ernst Kreneks Jonny spielt auf und Brecht/Weills Dreigroschenoper uraufgeführt. Revuen und Operetten feiern Erfolge, Schlager erobern über Grammophon und Radio auch die privaten Haushalte und der Film entwickelt sich zum Massenmedium und eröffnet den Komponisten ein neues Betätigungsfeld.

Musik der „goldenen“ zwanziger Jahre

Traditionen und Aufbrüche

10.11., 17:05-18:00 Uhr

Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Zahlreiche Komponisten und Musiker, die sich bereits vor dem Ersten Weltkrieg einen Namen gemacht hatten, nahmen in den 1920er Jahren zentrale Positionen im Kulturleben ein. Sie übernahmen, wie etwa Franz Schreker oder Arnold Schönberg, Leitungspositionen oder Professuren an Hochschulen, hatten wichtige Positionen an Opernhäusern inne und prägten als ausübende Musikerinnen und Musiker das Musikleben. Die jüngere Komponistengeneration konnte in vielfältiger Weise von den Errungenschaften der älteren profitieren, verfolgte aber auch neue Ideen und beschritt eigene künstlerische Wege.

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Musik der „goldenen“ zwanziger Jahre

Ästhetische Entwicklungen

15.12., 17:05-18:00 Uhr

Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Die Zwischenkriegszeit zeichnet sich durch eine große stilistische Vielfalt und künstlerische Experimentierfreude aus. Damit sind unterschiedliche ästhetische Entwicklungen und Positionen verbunden: So wird z.B. die aus der bildenden Kunst stammende „Neue Sachlichkeit“ auch in der Musikpublizistik diskutiert, Schönberg entwickelt die „Zwölftonmethode“, einige Komponisten experimentieren mit Gattungstraditionen und wieder andere integrieren Elemente des Jazz in ihre Klangsprache.

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Musik der „goldenen“ zwanziger Jahre

Musiktheater: Oper – Revue – Operette

19.01., 17:05-18:00 Uhr

Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Auch in den 1920er Jahren stellt sich für viele Komponisten die Frage nach dem Umgang mit der Operntradition des 19. Jahrhunderts. Auf der Suche nach zeitgemäßen Formen des Musiktheaters entstehen neue und originelle Konzeptionen. Franz Lehár brachte mit „Das Land des Lächelns“ eine der erfolgreichsten Operetten heraus, und die Nachfrage nach glamourösen Revuen war so groß, dass sich in Berlin gleich drei große Bühnen nebeneinander etablieren konnten.

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Musik der „goldenen“ zwanziger Jahre

Rundfunk, Stummfilm, Tonfilm

09.02., 17:05-18:00 Uhr

Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Die neuen technischen Medien eröffneten Komponisten und Musikern zahlreiche neue Möglichkeiten, stellten sie zugleich jedoch auch vor neue Herausforderungen: Wie sollte beispielsweise ein musikalisches Werk beschaffen sein, das sich für die Übertragung im Rundfunk eignete? Und wie konnte das neue Medium für die Pflege und Verbreitung der neuen Musik genutzt werden?

Ähnlich wie sich die Komponisten mit dem Medium Radio auseinandersetzten und Werke schrieben, die speziell für die Rundfunkübertragung geeignet waren, setzten sie sich auch mit dem Medium Film auseinander: Wie still war es eigentlich während eines Stummfilms, und was änderte sich – für Musiker und für Komponisten – mit der Entwicklung des Tonfilms?

REFERENT:IN: Studierende der HMDK Stuttgart

KOOPERATION: Musikakademie für Seniorinnen und Senioren Baden-Württemberg, Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart

KOSTENBEITRAG: 5,00 €

RESERVIERUNG: www.hospitalhof.de

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Panorama Mendelssohn
Auf den Spuren Felix Mendelssohn Bartholdys

Mo 14.10., 11.11., 09.12.24, 13.01., 10.02.25, 17:05-18:00 Uhr               
Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Mit großem Fleiß und einer phänomenalen kompositorischen Begabung hat Felix Mendelssohn Bartholdy in seinem nur 37-jährigen Leben ein beeindruckend reiches Oeuvre geschaffen. Aus Anlass des aktuellen Konzertzyklus der Stiftsmusik Stuttgart möchten wir den Menschen Mendelssohn besser kennenlernen: den Komponisten, Briefeschreiber, Maler, Reisenden, den Bruder und Freund.

KOOPERATION: Musikakademie für Seniorinnen und Senioren Baden-Württemberg, Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, Stiftsmusik Stuttgart, Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart

KOSTENBEITRAG: 5,00 €

RESERVIERUNG: www.hospitalhof.de (ab August 2024 möglich)


Mendelssohn Kirchenmusik
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Mo 14.10., 17:05-18:00 Uhr               
Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Mit seinem geistlichen Schaffen und seiner Orgelmusik hat Felix Mendelssohn Bartholdy an die musikalische Tradition Bachs angeknüpft und sie in das 19. Jahrhundert getragen. Gewinnen Sie zum Start der Vortragsreihe mit dem Team der Stiftsmusik Stuttgart einen Einblick in diesen und andere Aspekte der Kirchenmusik des Komponisten.

REFERENT:INNEN: Katharina Göhr, Clara Hahn, Marie Kaufmann (Stiftsmusik Stuttgart)

KOOPERATION: Musikakademie für Seniorinnen und Senioren Baden-Württemberg, Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, Stiftsmusik Stuttgart, Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart

KOSTENBEITRAG: 5,00 €

RESERVIERUNG: www.hospitalhof.de

PANORAMA MENDELSSOHN

Vortrag
Titel: Mendelssohns (Aus-) Bildung

11.11., 17:05-18:00 Uhr

Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Felix Mendelssohn erhielt bereits in jungen Jahren eine umfassende nicht nur musikalische Ausbildung. Schon früh kam er im häuslichen Umfeld mit bedeutenden Persönlichkeiten in Kontakt, gab Konzerte und veröffentlichte erste Kompositionen. In der Familie Mendelssohn wurde auch die Auseinandersetzung mit J.S. Bach gepflegt, was den Grundstein zur Aufführung der Matthäus-Passion 1829 legte.

REFERENT:IN: Studierende der HMDK Stuttgart

KOOPERATION: Musikakademie für Seniorinnen und Senioren Baden-Württemberg, Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, Stiftsmusik Stuttgart, Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart

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Vortrag
Titel: England – Italien – Frankreich: Mendelssohns (Bildungs-) Reisen

09.12.24, 17:05-18:00 Uhr

Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

In den Jahren 1829-1832 bereiste Mendelssohn England, Italien und Frankreich. Längere Aufenthalte an einzelnen Orten ermöglichten es ihm, das Musikleben vor Ort kennen zu lernen, Kontakte zu knüpfen und selbst Konzerte zu geben. Auch während der Reisejahre komponierte er; einige zum Teil größere Werke wie beispielsweise die „Italienische“ oder die „Schottische“ Sinfonie entwarf er.

REFERENT:IN: Studierende der HMDK Stuttgart

KOOPERATION: Musikakademie für Seniorinnen und Senioren Baden-Württemberg, Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, Stiftsmusik Stuttgart, Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart

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Vortrag
Titel: Die Geschwister Fanny und Felix

13.01., 17:05-18:00 Uhr

Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Zeit seines Lebens hatte Felix Mendelssohn eine enge Verbindung zu seiner älteren Schwester Fanny. Obwohl auch sie früh eine außergewöhnliche musikalische Begabung zeigte und die Eltern ihr eine umfassende musikalische Bildung zukommen ließen, schwebte dem Vater für sie eher eine Zukunft als Hausfrau und Mutter vor. Der Vortrag beleuchtet Werdegang und künstlerisches Schaffen der Komponistin und Pianistin Fanny Hensel.

REFERENT:IN: Studierende der HMDK Stuttgart

KOOPERATION: Musikakademie für Seniorinnen und Senioren Baden-Württemberg, Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, Stiftsmusik Stuttgart, Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart

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Vortrag
Titel: Mendelssohns Wirkungsstätten

10.02.25, 17:05-18:00 Uhr

Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstr. 33, 70174 Stuttgart

Mendelssohn hat in Düsseldorf, Leipzig und Berlin Positionen bekleidet, auf denen er das Musikleben der jeweiligen Städte maßgeblich geprägt hat. Darüber hinaus setzte er sich für eine Verbesserung der Orchesterkultur und des Status von Orchestermusikern ein und leistete mit der Gründung eines Konservatoriums in Leipzig, der heutigen nach ihm benannten Musikhochschule, einen maßgeblichen Beitrag zur Musikausbildung.

REFERENT:IN: Studierende der HMDK Stuttgart

KOOPERATION: Musikakademie für Seniorinnen und Senioren Baden-Württemberg, Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, Stiftsmusik Stuttgart, Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart

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Die Themenreihe mit Dr. Bernhard Moosbauer (Musikhistoriker) wurde leider kurzfristig abgesagt.

Mo ? um 17.05 im Hospitalhof

Ein »Paukenschlag« und seine Folgen

Joseph Haydns sprichwörtlicher musikalischer Humor

Wenige Sinfonien Joseph Haydns sind so bekannt und beliebt wie die mit dem sogenannten Paukenschlag. An eben diesem Effekt, dem »Paukenschlag«, eigentlich ein unerwartetes Forte des ganzen Orchesters, scheiden sich auch die Geister, wenn es um die Seriosität des Haydnschen Komponierens geht. Für die einen ist es billiger Humor, Effekthascherei des naiven »Papa Haydn«, für die anderen Ausweis und typisches Merkmal des vielschichtigen, hochintelligenten Humors und Esprits des bedeutendsten Sinfonikers des 18. Jahrhunderts. Wie subtil und gekonnt, zugleich spielerisch Haydn mit den kompositorischen Mitteln und der musikalischen Dramaturgie umgeht, lässt sich gerade am langsamen Variationssatz, der auf Englisch »Surprise« genannten vierten seiner zwischen 1791 und 1795 für London geschriebenen Sinfonien besonders anschaulich zeigen.

Im Rahmen der Reihe »Musikwissen um 5 nach 5«

REFERENT: Dr. Bernhard Moosbauer, freischaffender Musiker mit Barockvioline, Barockviola, Viola d’amore und Musikhistoriker

Mo. ? um 17.05 im Hospitalhof

Heinrich Ignaz Franz Biber

Die musikalische Karriere eines barocken Exzentrikers

Heinrich Ignaz Franz Biber gehört zu den Komponisten, die am meisten von der Wiederentdeckung der ganzen Vielfalt barocker Musik durch die Historische Aufführungspraxis mit Originalinstrumenten profitiert haben. Hinzu kommt, dass die Werke des faszinierenden musikalischen Universalisten den Vergleich mit den Größen der Epoche wie Vivaldi u. a. nicht zu scheuen brauchen. Man denke nur an die Rosenkranzsonaten für Violine und Basso continuo, in denen Biber den ganzen Kosmos der barocken Vorstellungswelt entfaltet. Ein bezeichnendes Licht auf den Menschen Biber wirft sein unerlaubtes Sich-Entfernen aus dem Dienst bei einem seiner fürstlichen Arbeitgeber. Freilich gelang es Biber über die Jahre wieder ein gedeihliches Verhältnis herzustellen.

Es ist spannend, dieser schillernden Persönlichkeit, von Paul Hindemith »Paganini des 17. Jahrhunderts« genannt, anhand der Äußerungen von Zeitgenossen auf die Spur zu kommen und einen Einblick in seine kompositorische Welt zu erhalten.

Mo. ? um 17.05 im Hospitalhof

Franz Liszt – Ein Musiker-Leben der Widersprüche

Schon zu seinen Lebzeiten war er eine umstrittene Persönlichkeit, Anlass zu Bewunderung und Anfeindung. Liszts facettenreiches Leben widersetzt sich sichtbar jeglicher Schablone. Weder taugt er zur Heroisierung noch zur Einordnung als tragische Existenz. Zunächst gefeiert als der unbestritten bedeutendste Klaviervirtuose seiner Zeit, zieht er sich aus dem öffentlichen Leben zurück und sucht als Abbé in der Religion einen sinnvolleren Lebensweg. Im fortgeschrittenen Alter sammelt er als geschätzter Pädagoge einen Kreis hochbegabter Pianisten um sich und komponiert Klavierstücke von visionärer Modernität, die ihn zu einem der Wegbereiter der Musik des 20. Jahrhunderts machen. In seinen persönlichen Beziehungen besaß er eine wenig glückliche Hand. Das Verhältnis zu seiner Tochter Cosima war die meiste Zeit über gespannt mit dem Ergebnis, dass sie von seinem Tod trotz der räumlichen Nähe nur beiläufig Notiz nahm. Die gleichzeitig stattfindenden Wagner-Festspiele gingen vor.

Mo. ? um 17.05 im Hospitalhof

Musikwissen um 5 nach 5: Franz Schuberts »Unvollendete«

Die bekannte Unbekannte

Musikalische Fragmente scheinen etwas Mysteriöses an sich zu haben. Es ranken sich allerlei Legenden um sie, an Spekulationen ist kein Mangel. Am deutlichsten ist das beim wohl berühmtesten Fragment der Musikgeschichte, dem Mozartschen Requiem, zu beobachten. Einer der Gründe hierfür ist, dass der Auftraggeber lange im Dunkeln blieb. Was aber bewegte Franz Schubert, seine h-moll-Sinfonie unbeendet liegen zu lassen? Ergaben sich neue äußere Umstände? Verschoben sich die kompositorischen Prioritäten? Er hatte ja noch einige Jahre seines kurzen Lebens vor sich, in denen er das Werk hätte abschließen können.

Um den Gründen für die Aufgabe nahezukommen, wird die Sinfonie in ihr Entstehungsumfeld eingeordnet, werden Schuberts Lebens- und Schaffensumstände während des Entstehungsprozesses beleuchtet und Einblicke in die Anlage des Werkes gegeben.

Im Rahmen der Reihe »Musikwissen um 5 nach 5«

REFERENT: Dr. Bernhard Moosbauer, freischaffender Musiker mit Barockvioline, Barockviola, Viola d’amore und Musikhistoriker

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Weitere Informationen unter:

www.musebw.de oder www.hospitalhof.de